Single sein ist kein Handicap

 

Nachfolgend ein Interview, das ich 2016 bei Golfmotion gegeben habe.

Mark Podschadly, Autor von „Schön, dass Sie kommen konnten. Auf die Plätze, flirten, los“, im Interview mit Golfmotion über Chancen und Stolpersteine bei der Suche nach dem Traumpartner auf dem Green.

WARUM MAN GOLFEN UND FLIRTEN VERGLEICHEN KANN

Golfmotion: Du hast mit „Schön, dass Sie kommen konnten!“ ein Buch zum Thema Flirten geschrieben. Welche Tipps kannst du denn dem Golfer geben, wenn er die Prinzessin oder den Prinzen für sein Leben kennenlernen will?

Mark Podschadly: Lach – das ist natürlich eine sehr schöne Frage, die nicht ganz einfach zu beantworten ist. Doch vielleicht kann man es beim Golfen und Flirten ein wenig vergleichen: Erfolg ist die Kombination aus Vorbereitung und Gelegenheit. Sprich, wenn du kein oder wirklich nur sehr übersichtlich Golf spielen kannst, dann wirst du dich schwer tun im Golfclub jemanden kennen zu lernen. Wenn du dagegen ein toller Golfer bist, wird man dich nach dem ersten Turnier im neuen Golfclub auf dem Treppchen und danach an der Bar kennen, du lernst sehr schnell Leute kennen und hast Date-Möglichkeiten ohne Ende.

GM: Kannst Du das noch ein wenig ausführen? Was hast das mit Singles zu tun?

Podschadly: Naja ich habe in 12 Jahren Single-Events und –Coachings sehr viele Singles gehabt, die die Idee hatten in den Golfclub einzutreten, um da den Traumpartner zu finden. Dies ist jedoch in 95% aller Fälle gescheitert, da sie weder im Bereich Flirten vorbereitet waren, noch eine Ahnung vom Golf hatten. Und die Kombination aus zweimal „Nix“, hilft nicht wirklich weiter. Als Veganer meldest du dich ja auch nicht unbedingt zum Grillkurs an, in der Hoffnung, dass dich alle top finden und mit dir ´nen Kaffee trinken gehen wollen.

Üben, üben, üben – auch das Flirten

GM: Was empfiehlst Du denn dann dem Golfer, der jemanden kennenlernen will?

Podschadly: Erstmal meine beiden Bücher lesen (lacht), denn dann ist man zumindest theoretisch vorbereitet. Danach sollte man ein wenig üben gehen, denn auch Flirten kann man üben und danach geht es los. Auf dem Golfplatz sollte man dann ordentlich angezogen sein, besser keine Ahnung von Regeln haben, denn dann kann man niemanden verbessern oder maßregeln und stets tun, was die anderen im Flight und auf der Range sagen. Eventuell kann man bei einem Monatspreis ein Fass Bier spenden und schon wird man bei der Siegerehrung freundlich vorgestellt.

GM: Hast du konkrete Tipps oder Ideen wie man vorgehen kann oder sollte?

Podschadly: Naja, es gibt beim Flirten zwar (m)einen Leitfaden, doch das Gesetz der großen Zahlen gilt auch hier. Wer mehr Frösche küsst, hat mehr Chancen auf den Prinzen. Auf der Driving Range schlägst du ja auch nicht nur einen Ball und gehst traurig nach Hause wenn der nichts war. Also Körbchen voll machen und los geht‘s.

GM: Na das kann man ja nun so oder so verstehen? Wie fange ich an?

Podschadly: Vielleicht macht es Sinn erst einmal ein Golfturnier zu suchen, bei dem sich Singles tummeln und das Thema Golf eher im Hintergrund steht. Die meisten Golfclubs haben nach wie vor die Idee, dass Golf so exklusiv und etikettenreich sein muss. Auf keinen Fall lachen oder ´ne Flasche Wodka im Bag haben. Die Zeiten haben sich jedoch geändert und die „jüngere“ Generation Golf hat ganz andere Ansprüche. Es gibt tolle Events auf der Driving Range mit DJ und ´ner Bar, es gibt witzige Turniere auf Kurzplätzen und auch die eine oder andere tolle Golfreise, wo sich Singles treffen und austauschen können.

GM: Was sind die häufigsten Fehler?

Podschadly: Jetzt sprichst du natürlich den entscheidenden Punkt an, denn wenn man eine Liste erstellt, auf der die 10 Dinge stehen, die man auf keinen Fall machen darf, dann treffen vor allem Singles 8 davon und auch der Golfer kommt auf mehr als 5 Treffer. Wahnsinn! Golfeinsteigende Singles sind dann natürlich der Super-Gau, wenn sie nach der Platzreife beim ersten Turnier von ihrem 280-Meter-Abschlag erzählen und dabei den dicken Porsche-Schlüssel auf der Theke haben.

GM: Wie soll man es denn nun angehen?

Podschadly: Im Grunde ganz einfach – nämlich vorbereitet sein und dann sehr entspannt und zurückhaltend. Zuhören, statt sprechen, fragen statt erzählen. Und dabei nie vergessen, dass bei beiden Themen extrem viel gelogen wird. Single sein ist kein Handicap, doch wenn man etwas daran ändern will, dann muss man etwas dafür tun, denn der Prinz reitet eher nicht durch dein Dorf. Vorbereitet sein ist die halbe Miete, auch wenn man – was Golf angeht – nie vergessen darf, dass dieses Spiel von Menschen erfunden wurde, die behaupten gute Musik komme aus dem Dudelsack. Aber wenn man Golf entsprechend nutzt, dann wird auch dies zum Erfolg führen.

GM: Zum Schluss vielleicht noch der Tipp schlechthin?

Podschadly: Die meisten Menschen lernst du immer noch kennen, wenn du mit einer Hundeleine in den Park gehst, immer „Amadeus“ rufst und suchend durch die Gegend schaust. Die Mädels werden strömen! Zudem verlierst du deutlich weniger Bälle und musst dir deine Scorekarte nicht schöntrinken.

GM: Kann man dich buchen?

Podschadly: Aber hallo !!! Teuer, aber absolut lohnenswert und erfolgversprechend für beide Bereiche.

Final kann ich nur sagen, dass es Sinn macht Taiger & Wutz zu lesen sowie unser Seminar für Singles zu studieren.