Obere Königstrasse Stuttgart

Wo sich heute die Obere Königstraßebefindet, verliefen früher Stadtgraben und Stadtmauer. Die Mauer wurde schließlich abgebrochen und der Graben zugeschüttet. An seiner Stelle wurde eine Straße angelegt. Sie trug daher den Namen Langer Graben oder Großer Graben. Erst Anfang des 19. Jahrhunderts ließ König Friedrich sie zu einer Prachtstraße ausbauen und die Ludwigsburger Straße – damals noch außerhalb der Stadt gelegen – als Verlängerung des Grabensbebauen. Erst dann erhielt sie ihren heutigen Namen. Die Königstraße gilt mit ihren 1,2 Kilometern Länge heute als eine der längsten Fußgängerzonen Europas. Ein paar Meter erschummelt sie sich allerdings. Sie knickt nämlich am oberen Ende vor dem Wilhelmsbau nach links ab und endet dort schließlich etwa 100 Meter weiter. Bis ausgerechnet in der Autostadt Stuttgart ab 1977 diese Flaniermeile entstand, musste einiger Aufwand betrieben werden. Straßenführungen wurden geändert, die Planie musste untertunnelt werden, und sogar die Straßenbahn wurde unter die Erde verlegt. Vor allem für die zahlreichen Ladengeschäfte internationaler Marken ist die Königstraße bekannt. Aber auch gewohnt wird hier. Immerhin rund 80 Personen haben in dieser Straße ihren Wohnsitz angemeldet. Ein früherer Bewohner war der bekannte Verleger Johann Friedrich Cotta, der hier 1776 geboren wurde und 30 Jahre später auf derselben Straße eine Buchhandlung eröffnete.