Kunstmuseum Stuttgart

Das Kunstmuseum am Kleinen Schlossplatz eröffnete 2005 und ersetzte einen Beton-Zweckbau der 1960er-Jahre. Die städtische Kunstsammlung war bis dahin im Kunstgebäude am Schlossplatz untergebracht und unter dem Namen Galerie der Stadt Stuttgart bekannt. Die Sammlung des Kunstmuseums umfasst über 15.000 Kunstwerke, die vom beginnenden 20. Jahrhundert bis in die Gegenwart reichen, darunter die bedeutendsten Werke von Otto Dix. Der markante Glaswürfel direkt an der Königstraße beherbergt jedoch nur rund 20 Prozent der 5.000 m² Ausstellungsfläche, denn der größte Teil der Kunstsammlung befindet sich unter dem Kleinen Schlossplatz. Ausgediente Röhren des Planie-Autotunnels, der unter dem Platz verläuft, wurden für das Museum in Ausstellungsräume umgewandelt. Kunst kann man bei der städtischen Galerie auch außerhalb der Ausstellungsräume erleben. Schon im Foyer strahlt ein Werk von der Decke. Die Lichtinstallation Treibholzbesteht aus 167 Doppelleuchtröhren, die wie Äste in einem Fluss treibend angeordnet sind und durch ständig sich ändernde Lichtverhältnisse im Foyer das Gefühl vermitteln, man befände sich an einem bewölkten Tag unter freiem Himmel. Auch unter dem Kunstmuseum kann man eine Lichtinstallation aus dem Auto heraus bewundern. An der Decke des Planie-Tunnels weist das blau leuchtende Viereck 50 km/h auf die Kunstsammlung im Museum hin, das sich direkt darüber befindet. In der Nacht wirkt das Gebäude selbst wie ein Kunstwerk. Tagsüber spiegeln sich die benachbarten Bauwerke in der Glasfassade des würfelförmigen Museums. In der Nacht werden jedoch nur die Kalksteinwände im Innern beleuchtet und werden somit weithin sichtbar. Der Glaswürfel beherbergt neben der Kunstsammlung zudem die OT Bar (Ohne Titel), das Restaurant Cube und eine Buchhandlung.